
Modell 1:
Kooperation statt Fusion: In diesem Modell blieben die Kreisgrenzen in der jetzigen Struktur erhalten. Politisch wäre das die bequemste Lösung. Um zu möglichen Einsparungen von 30 Millionen Euro jährlich zu kommen, wäre allerdings nach Meinung der Gutachter eine weitaus stärkere Zusammenarbeit der Kreise untereinander Voraussetzung. Ein vom Land aufgelegter „Kooperationsfonds“ und Managementhilfen sollen den Prozess fördern.
Modell 2:
Die „kleine Lösung“ sieht neben der kreisübergreifenden Zusammenarbeit die Fusion der Kreise Dithmarschen und Steinburg, Plön und Ostholstein sowie die „Einkreisung“ der Städte Flensburg und Neumünster vor. Damit könne „erkennbaren demografischen, entwicklungspolitischen und haushalterischen Problemen“ der betroffenen Gebietskörperschaften entgegengewirkt werden. Die jährlichen Einsparungen beziffern die Gutachter auf 33 bis 40 Millionen Euro.
Modell 3:
Im Modell der „erweiterten Fusion“ blieben sieben von elf Kreisen übrig. Dass dieses Ziel noch in dieser Wahlperiode erreicht werden kann, gilt als politisch fraglich. Allerdings seien durch diese „Pärchen-“ bzw. „Tandem-Lösung“ zusätzliche Effizienzrenditen möglich, so die Gutachter. Die „Demokratiekosten“ (Kreistags- und Ausschusssitzungen) wären „gerade noch überschaubar“. Die Einsparungseffekte werden mit 37 bis 61 Millionen Euro beziffert.
Modell 4:
Dieses Modell ist bereits vom Tisch. Großkreise, wie sie auch die Wirtschaft des Landes fordert, wird es nicht geben. Die angestrebten Synergien könnten auch negative Folgewirkungen haben, so die Gutachter. So müssten dezentrale Behörden vorgehalten werden. Zudem seien die zu erwartenden Kosten für das politische Ehrenamt beträchtlich. Damit wäre das Modell der Großkreise vermutlich auch verfassungsrechtlich kaum durchzuhalten.
Diskussion:
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