Abendblatt - Landrat Plöger: Stormarn bleibt Stormarn - und das ist gut - Mittwoch 19.Dezember.2007
Abendblatt - Landrat Plöger: Stormarn bleibt Stormarn - und das ist gut
- BAD OLDESLOE - Es spricht vieles dafür, dass Stormarn auch in Zukunft Stormarn bleibt. Und das ist gut": Landrat Klaus Plöger bewertet die vom Kabinett in Kiel abgesegneten Leitlinien zur Kreisreform als eine Art Bestandszusage für den Kreis in seiner heutigen Form.
Die Landesregierung hatte nach wochenlangem Streit beschlossen, dass Kreise, die über das Jahr 2013 hinaus selbstständig bleiben wollen, mindestens 180 000 Einwohner haben müssen. Außerdem solle kein Kreis im Land mehr als 2500 Quadratkilometer messen.
"Ich gehe insofern davon aus, dass Stormarn sowohl von seiner Einwohnerzahl als auch von seiner Mächtigkeit groß genug ist", sagt Plöger. Der Kreis zählt - Stand 31. März 2007 - 225 236 Einwohner. Er ist etwa 766 Quadratkilometer groß.
Was Plöger für mindestens genauso entscheidend hält: "Um uns herum ist auch niemand, der die Zahlen nicht erfüllt." Der westliche Nachbar Segeberg zählt gut 257 000 Einwohner bei einer Fläche von ungefähr 1344 Quadratkilometern. Und der östliche Nachbar Kreis Herzogtum Lauenburg erfüllt die Einwohnergrenze mit knapp 187 000 Bürgern ebenfalls noch. Er ist etwa 1263 Quadratkilometer groß.
Dass die kreisfreien Städte selbstständig bleiben sollen, bewertet Landrat Plöger mit Blick nach Norden ebenfalls als sehr positiv. "Lübeck soll seine Schulden mal selbst behalten", sagt er.
Auch Politiker der großen Kreistagsfraktionen hatten sich in der Vergangenheit ähnlich geäußert. Er favorisiere eine Reform, bei der Stormarn als eigenständiger Kreis erhalten bleibt, sagte CDU-Fraktionschef Joachim Wagner. Und Reinhard Mendel, Chef der SPD-Fraktion, sagte: "Wir wollen keine Fusion um der Fusion willen."
Den von der Landesregierung geforderten Kooperationen steht man in Stormarn dagegen sehr positiv gegenüber. "Das machen wir ohnehin", sagt Landrat Klaus Plöger. Er mahnt unterdessen einmal mehr zu Gelassenheit. "Bis 2013 ist noch viel Zeit. Da kann sich noch einiges ändern. Unter anderem ist vorher noch Landtagswahl."