sh:z - Cordes: Kiel will kreisfrei bleiben - Donnerstag 20.Dezember.2007
sh:z - Cordes: Kiel will kreisfrei bleiben
- Raisdorf (oha) – Die CDU in Kiel will die Landeshauptstadt kreisfrei erhalten. Das bekräftigte Robert Cordes, Vorsitzender der Kieler CDU-Ratsfraktion, am Dienstag bei einer CDU-Veranstaltung in Raisdorf. Dazu hatte der CDU-Landtagsabgeordnete Werner Kalinka eingeladen. Als Vorsitzender des Innen- und Rechtsausschusses gilt der Plöner CDU-Politiker als einer der Baumeister der Verwaltungsstrukturreform in Schleswig-Holstein. „Wenn notwendig und gewollt wird es 2013 zu Veränderungen kommen”, sagte Kalinka. Im Ergebnis müsste eine effizientere Arbeit der Kreise stehen, nicht unbedingt Fusionen.
Fest steht: 2009 wird es keinen Gebietsvorschlag und damit auch keine neue Gebietskulisse geben. Es gebe vier Kooperationsräume. Kiel und Lübeck sollten kreisfrei erhalten bleiben.Robert Cordes führte ins Feld, dass immerhin täglich 14.600 so genannte „Einpendler” von Plön nach Kiel kommen. Das seien 38,4 Prozent aller berufstätigen Plöner. Dazu kommen noch knapp 6.000 Beamte. Cordes sprach sich nach dem KERN-Ende am 31. Dezember 2008 für eine neue Wirtschaftsförderung aus. Die CDU in Kiel habe die Grünen als Koalitionspartner dafür gewinnen können. Die CDU in Rendsburg wolle noch die SPD zu sich ins Boot holen. Jetzt seien von Plön verbindliche Aussagen wichtig.„Es darf keine erzwungenen Großkreise geben”, warnte Plöns Landrat Dr. Volkram Gebel. Nach den neuen Vorgaben müssten jetzt die Bleistifte gespitzt und errechnet werden, was man sparen könne. Nachdem die KERN-Region noch ein Jahr existiere, müsse etwas Neues geschaffen werden, meinte Gebel und empfahl eine Wirtschaftsförderungsgesellschaft mit Kiel.Ohne große Hast sollten nach den Worten von Dr. Frieder Henf jetzt neue Pflöcke für die Wirtschaftsförderung eingeschlagen werden. Die Region dürfe nicht kaputt geredet werden. Uwe Hemens, Geschäftsführer des Gewerbe- und Technikzentrums und der Wirtschaftsförderungsagentur Kreis Plön, sprach sich dafür aus, die Region gemeinsam zu vermarkten. Zwei Wirtschaftsförderungen seien für die Region nicht vorteilhaft.„Kiel ist ein Oberzentrum und kann kraftvoll für die Wirtschaft arbeiten”, sagte Robert Cordes. So sollten auch die Krankenhäuser in Kiel und Preetz ihre Kooperation ausbauen. Ostholstein und Plön seien zwar landschaftlich sehr schön, aber von der wirtschaftlichen Ausrichtung passe Plön besser zu Kiel, weil sich auch die Menschen nach der Landeshauptstadt ausrichteten. Es sollte eine Wirtschaftsförderungsgesellschaft für die ganze Region geben, wo Marketing, Gewerbeansiedlung und Bestandspflege gesteuert würden.Landrat Dr. Volkram Gebel wurde in Sachen Kooperation oder Fusion mit dem Kreis Ostholstein konkret: „Es könnte ein gemeinsames Rechnungsprüfungsamt oder auch ein gemeinsames Gesundheitsamt geben.” Das gehe mit Ostholstein deutlich besser als mit Kiel. Gebel kritisierte, dass Kiel mit dem Kreis Plön in verschiedenen Punkten keine Absprachen getroffen habe. Beispielhaft nannte er Verkehrsprobleme sowie die Ausweisung von Bau- aber auch Gewerbegebieten.Werner Kalinka freute sich: „Mit dem angelaufenen Prozess stehen Ostholstein und Plön landesweit ganz oben.” Die Politik gebe landesweit einheitliche Eckpunkte vor. So würden landesweit auch einheitliche Standards vorgehalten.
sh:z - Cordes: Kiel will kreisfrei bleiben Donnerstag 20.Dezember.2007 23.41
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Veröffentlicht am Donnerstag 20.Dezember.2007 um 23.41
durch Thorsten.Plaster
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